Wehrbaustelle Ovella

Gemeinschaftskraftwerk Inn

Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) entsteht im Grenzgebiet Schweiz-Österreich das seit vielen Jahren grösste neu gebaute Laufwasserkraftwerk im Alpenraum, welches sich grösstenteils unterirdisch von Martina auf dem Gemeindegebiet Valsot über sieben Gemeinden des Oberen Inntals bis Prutz in Tirol erstreckt.

 

Die Stauanlage mit einem 15 m hohen Wehr entsteht unterhalb des Dorfes Martina. Das dort gefasste Wasser wird in einem über 23 km langen Druckstollen zu den Turbinen im Kraftwerk Prutz geführt. Kraftwerk und Druckstollen sind bereits fertiggestellt. Der Bau der Wehranlage erfuhr durch geologisch und klimatisch schwierige Verhältnisse wiederholt Terminverzögerungen. Die letzten Betonier- und Stahlwasserarbeiten liefen sehr erfreulich. Der Erstaufstau und damit die Nassinbetriebsetzung der Anlage erfolgte Ende August 2022 und der Beginn des kommerziellen Betriebs ist im 4. Quartal 2022 geplant.

 

Das Kraftwerk wird schliesslich umweltfreundlichen Strom für mehr als 90'000 Haushalte produzieren.

Datentabelle

Länge Druckstollen
23.2 km
Durchmesser Druckstollen
5.8 m
Gesamtleistung
89 MW
Jährliche Energieproduktion
400 – 450 Mio. kWh
Investoren
EKW 14 %, TIWAG 86 %
Investitionsvolumen
EUR 605 Mio.
Bauzeit
2014 – 2022

Film: Gemeinschaftskraftwerk Inn

Preview image for the video "GKI Informationsfilm".
Ein Informationsfilm über die Entstehung des grössten Laufwasserkraftwerks im Alpenraum.

Film: Wehrbaustelle Ovella Hangsicherungsarbeiten

Preview image for the video "GKI - Der etwas andere Arbeitsplatz".
Ein Film von Engadiner Post zur geologisch schwierigen Wehrbaustelle in Ovella.

Projektnews

EKW News
24.11.2020
– Medienmitteilung

Die Arbeiten zur Baugrubenumschliessung, bei denen über 230 Pfähle bis zu 37 m in den Boden gebohrt wurden, konnten Ende 2019 begonnen und im August 2020 abgeschlossen werden.

Nun können die Betonierarbeiten in Angriff genommen werden. Sofern die Witterung einen Baustellenbetrieb erlaubt, sollen diese Arbeiten ohne Unterbruch über den Winter fortgeführt werden.

26.11.2019
– Medienmitteilung

Die Arbeiten bei der Wehrbaustelle für das neue Gemeinschaftskraftwerk am Inn (GKI) in Ovella kamen im vergangenen Winter ins Stocken: Nach einem Felssturz im Bereich der Baustelle mussten die Geologen feststellen, dass sich ein grösseres Felspaket zu lösen begann, weshalb die Sicherheit im Baubereich nicht mehr gewährleistet war.