Baugesuch für das redimensionierte Projekt ScuolSolar eingereicht
Die Projektträgerschaft von ScuolSolar hat das überarbeitete Baugesuch für die alpine Photovoltaikanlage oberhalb von Scuol im Gebiet Motta Naluns eingereicht. Das revidierte Projekt liegt nun bei den kantonalen Behörden zur Beurteilung. Die Anlage soll ab 2028 Strom produzieren und im Endausbau rund 3'000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.
Das Baugesuch wurde umfassend überarbeitet. Im ursprünglichen Projekt konnten nicht genügend geeignete Massnahmen zur Kompensation der erforderlichen Umweltersatzpunkte ausgearbeitet werden. In mehreren Besprechungen mit den zuständigen kantonalen Stellen liessen sich keine einvernehmlichen oder umsetzbaren Ersatzmassnahmen definieren. Als Konsequenz musste das Projekt wesentlich redimensioniert werden, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Projektanpassungen
Das nun vorliegende Projekt entspricht vollständig den im aktualisierten Projektdossier definierten Eckpunkten. Die Anlagefläche wurde im Rahmen der Überarbeitung deutlich reduziert und die jährliche Energieproduktion liegt neu bei rund 13.5 GWh. Ein erster Teil der Anlage soll bis spätestens 2028 Strom ins Netz einspeisen, damit das Projekt vom Bundesprogramm Solarexpress profitieren kann. Die Beweidung der Fläche bleibt trotz der Nutzung für die Photovoltaikanlage weiterhin möglich. Nach einer Betriebsdauer von 30 Jahren ist ein vollständiger Rückbau möglich.
Weiteres Vorgehen
Die Unterlagen liegen nun bei den kantonalen Ämtern und den beteiligten Parteien zur Prüfung vor.
Nach einem positiven Bauentscheid folgen Gesuche um Förderbeiträge sowie die detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse. Der definitive Investitionsentscheid liegt anschliessend bei der Trägerschaft – der Gemeinde Scuol, der Energia Engiadina und der Engadiner Kraftwerke AG.
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