Erfolgreiches Geschäftsjahr: 71. Generalversammlung der Engadiner Kraftwerke AG in S-chanf
Die 71. Generalversammlung der Engadiner Kraftwerke AG (EKW) fand in S-chanf statt. Es konnte ein gutes Jahresergebnis präsentiert werden. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten allen Anträgen zu. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Emil Bieri.
Die 71. ordentliche Generalversammlung der Engadiner Kraftwerke AG (EKW) wurde am Freitag, 13. März 2026 mit der Begrüssung durch den Gemeindepräsidenten von S-chanf, Gian Andrea Bott, eröffnet. Im Eventlokal Loft99 in S-chanf kamen 13 der 13 Aktionärinnen und Aktionäre und über 80 geladene Gäste zusammen.
Erfolgreiches Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte die Engadiner Kraftwerke AG eine Produktionsmenge von 1.382 Milliarden Kilowattstunden. Zum Vergleich: Der Stromverbrauch des Kantons Graubünden lag im Jahr 2024 bei rund 1.960 Milliarden Kilowattstunden.
Die Produktion, die um 5.38 % über dem langjährigen Durchschnitt liegt, resultierte aus den starken Zuflüssen im Herbst 2024 und einem schneearmen Winter. In Kombination mit der Reduktion der Aufwendungen und der Auflösung von Steuerrückstellungen konnte EKW die Produktionskosten auf 4.87 Rappen pro Kilowattstunde senken. Die Jahreskosten, zulasten der energiebeziehenden Aktionäre Alpiq, Axpo, BKW, CKW, Kanton Graubünden und der Konzessionsgemeinden betrugen 70 Millionen Franken.
EKW leistete im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt 20 Millionen Franken in Form von Wasserzinsen und Wasserwerksteuern zugunsten der Konzessionsgemeinden S-chanf, Zernez, Scuol und Valsot sowie des Kantons Graubünden (Vorjahr 26 Millionen Franken). Durch die tiefen Produktionskosten profitierten die Konzessionsgemeinden zudem direkt vom guten Ergebnis von EKW, indem sie ihre Zusatzenergie von EKW für nur 5.87 Rappen pro Kilowattstunden beschaffen konnten.
Nachhaltige Investitionen in erneuerbare Energie und anspruchsvoller Betrieb
Neben der Instandhaltung der Kraftwerksinfrastruktur, der Netzanlagen und des Strassentunnels investierte EKW im vergangenen Geschäftsjahr rund 11 Millionen Franken in die Erneuerung und den Schutz ihrer Anlagen. Herausfordernd waren mehrere störungsbedingte Ausserbetriebnahmen einzelner Maschinen sowie das rekordhohe Verkehrsaufkommen im Strassentunnel. Ein wichtiger Meilenstein konnte im August erreicht werden: Nach intensiver Vorarbeit nahm EKW die Bauarbeiten für die PCB-Sanierung im oberen Spöl in Angriff.
Beschlüsse
Die Generalversammlung hat sämtlichen Anträgen zugestimmt und den Geschäftsbericht mit der Jahresrechnung 2024/25 genehmigt. Aus dem Bilanzgewinn geht die Pflichtdividende von CHF 4.2 Mio., was 3 % des Aktienkapitals von CHF 140 Mio. entspricht, an die Aktionärinnen und Aktionäre und CHF 225'000 werden den gesetzlichen Gewinnreserven zugewiesen. Die Versammlung wählte PricewaterhouseCoopers AG als Revisionsstelle für ein weiteres Jahr.
Wechsel im Verwaltungsrat
Als Nachfolger für den zurücktretenden Hanspeter Maeder wählte die Generalversammlung Emil Bieri von der CKW AG für die laufende Amtsdauer bis 2027. Hanspeter Maeder wurde als langjähriger Verwaltungsrat gebührend verdankt und verabschiedet.