Gemeinschaftskraftwerk Inn

Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) entsteht im Grenzgebiet Schweiz-Österreich das seit vielen Jahren grösste neu gebaute Laufwasserkraftwerk im Alpenraum, welches sich grösstenteils unterirdisch von Martina auf dem Gemeindegebiet Valsot über sieben Gemeinden des Oberen Inntals in Tirol erstreckt.

Die Stauanlage mit einem 15 m hohen Wehr entsteht unterhalb des Dorfes Martina. Das dort gefasste Wasser wird in einem über 23 km langen Druckstollen zu den Turbinen im Kraftwerk Prutz geführt. Ausgehend von Maria Stein (Pfunds) fressen sich zwei Tunnelvortriebsmaschinen, getauft auf die Namen "Magliadrun" und "Zauberbohrer" rund 13 km durch den Berg in Richtung Wehranlage und rund 9 km in Richtung Kraftwerkszentrale.

Am 09.04.2019 erfolgte der Durchschlag der Tunnelvortriebsmaschine Nord zum Zugangsstollen in Prutz. Am 10.07.2019 hingegen erreichte "Magliadrun" sein Ziel in Ovella. In Prutz erzeugen zwei Maschinensätze, bestehend aus je einer Francisturbine und einem Generator, umweltfreundlichen Strom für mehr als 90'000 Haushaltungen. Die Kraftwerkszentrale ist fertiggestellt. Der Bau der Wehranlage in Ovella verzögert sich aufgrund der geologisch schwierigen Verhältnisse.  zum Film

Datentabelle GKI

Länge Druckstollen: 23.2 km
Durchmesser Druckstollen: 5.8 m
Gesamtleistung: 89 MW
Jährliche Energieproduktion: 400 – 450 Mio. kWh
Investoren: EKW 14 %, TIWAG 86 %
Investitionsvolumen: EUR 605 Mio.
Bauzeit: 2014 – 2022