Gemeinschaftskraftwerk Inn

Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) entsteht im Grenzgebiet Schweiz-Österreich das seit vielen Jahren grösste neu gebaute Laufwasserkraftwerk im Alpenraum, welches sich grösstenteils unterirdisch von Martina auf dem Gemeindegebiet Valsot über sieben Gemeinden des Oberen Inntals in Tirol erstreckt.

Die Stauanlage mit einem 15 m hohen Wehr entsteht unterhalb des Dorfes Martina. Das dort gefasste Wasser wird in einem über 23 km langen Druckstollen zu den Turbinen im Kraftwerk Prutz geführt. Ausgehend von Maria Stein fressen sich zwei Tunnelvortriebsmaschinen, getauft auf die Namen "Magliadrun" und "Zauberbohrer" rund 13 km durch den Berg in Richtung Wehranlage und rund 9 km in Richtung Kraftwerkszentrale.

Dort erzeugen zwei Maschinensätze, bestehend aus je einer Francisturbine und einem Generator, umweltfreundlichen Strom für mehr als 90'000 Haushaltungen. Der Rohbau der Kraftwerkszentrale in Prutz konnte im April 2017 fertiggestellt werden.
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Datentabelle GKI

Länge Druckstollen: 23.2 km
Durchmesser Druckstollen: 5.8 m
Gesamtleistung: 89 MW
Jährliche Energieproduktion: 400 – 450 Mio. kWh
Investoren: 14 % EKW, 76 % TIWAG, 10 % VERBUND
Investitionsvolumen: EUR 535 Mio.
Bauzeit: 2014 – 2020